Kurt Prinz – Sezierte Architektur, Verlag TEXT/RAHMEN

»Oft wirkt es, als hätten sich die Gebäude vor dem Fotografen wie etwas in die Jahre gekommene Models noch einmal in Pose geworfen – für ein letztes, intimes Porträt.« - Amira Ben Saoud (The Gap)

Die zu apokalyptischen Szenerien mutierten Stadtlandschaften bieten ein völlig neues Bild der Metropole Wien. Bevor Masterpläne verwirklicht werden können, müssen bestehende Strukturen aus dem Stadtbild herausgebrochen, wie Tumore aus dem lebenden Stadtkörper seziert werden. Diesen Prozess begleitet Kurt Prinz als sensibler Chronist, der mit seiner klinischen Bildsprache diese Zwischenstadien der Dysfunktionalität auf einzigartige Weise dokumentiert.

(*1979) ist seit ca. 10 Jahren selbständig in Wien als Fotograf tätig. Momentan arbeitet er gerade an drei weiteren Buchprojekten, seine Bilder erscheinen aber auch in Zeitschriften wie Datum, Vice , Profil oder diversen Werbekampagnen. Seine Projekte sind meist langfristiger angelegt und dokumentieren Transgressionsphasen menschlicher Existenz. Prinz arbeitet viel alleine, aber gern mal auch mal im Verbund, dann zum Beispiel mit seinen Atelier-Kollegen von der Atzgerei, der Kunstfigur Stirn Prumzer  oder dem Journalisten und Autor Clemens Marschall.